Viele Worte, keine Botschaft

… eben bedeutungsfrei. A Show about nothing.

Monat: September, 2012

Unbeflecktheit

Weiße Autos sind wie neunjährige Jungen: Sie sind immer schmutzig. Nur ständige Pflege und unablässige Kontrolle können verhindern, dass sie gleich wieder so aussehen, als hätte man sie eben erst aus dem Kanal gefischt. Nichts weist so deutlich auf eine Zwangsneurose hin, wie ein sauberes, weißes Auto.

Mil Millington
Überlebenstraining für unfreiwillige Zeitreisende

Vom Sinn des Lebens

Normalerweise ist es nämlich sehr wichtig für uns, dass alles einen Sinn haben soll. […] Unsere Wörte haben eine Bedeutung. Und unsere Sätze ergeben einen Sinn.
Der Mensch ist vielleicht das einzige Tier, das ganz ohne Sinn in seinem Leben gar nicht leben kann. Selbst den Tieren, die wir nicht selbst gemacht haben, und die schon lange vor uns da waren, geben wie Bedeutungen – durch Namen.

Richard David Precht
Warum gibt es alles und nicht nichts?

„598 Tage und ein Getöse wie dreimal die Welt gerettet.“

Bettina Wulff ist gerade überall. Das arme kleine Bauernmädchen, in den Job der First Lady gedrängt – und dabei wollte die Prinzessin doch nicht viel mehr als ihren Christian und das Glück. Dass sich das Glück anders anfühlt hat sie schon früh bemerkt. Dass ihr Mann sich auch nicht ideal anfühlt … das Buch liest sich wie eine Abrechnung mit dem Volk, der Partei und Christian. Er. Kann nichts, hat nichts, will nichts mehr (von ihr?). Ob der Christian das Buch vor der Veröffentlichung gelesen hat? Wahrscheinlich nicht, oder wie kann man sonst in einer Liebesbeziehung zulassen, dass der andere so gnadenlos mit einem abrechnet?

In der BILD erschien ein ziemlich guter, der BILD kaum zuzutrauender, Kommentar zu Buch und Auftreten der Frau W.
Nur dieses eine mal verirrt euch dort hin – so, wie sich die Qualität zur BILD verirrt hat, als man diesen Kommentar von Marga Swoboda freigab. Aus ihm stammt übrigens auch das Zitat der Überschrift.

Damit soll das Thema für mich auch beendet sein. Ich kann’s nicht mehr hören, sehen, lesen und gehe jetzt duschen – fühle mich dreckig.